1. Männer: Drei Debütanten beim Heimsieg gegen Belzig

Nachdem die Falken am vergangenen Wochenende etwas überrauschend zu Hause Wusterwitz schlagen konnten, 23:22, stand am Samstagabend, 24.03, bereits das nächste Heimspiel auf dem Programm.
Sechs Spieler, die gegen Wusterwitz noch im Kader standen, waren aus unterschiedlichen Gründen nicht verfügbar. Unterstützt wurden die Falken durch einen Spieler aus der zweiten Mannschaft, Tim Radloff, Julius Grätsch kehrte gut erholt aus dem Urlaub zurück, zudem feierten drei A-Jugendliche ihr Debüt, Jonas Paege, Fabio Polese und Till Lehmann.
Die Personalsituation war dementsprechend nicht ideal, fiel aber, so viel sei vorweggenommen, dank der jungen Wilden kaum ins Gewicht. Der Trainer, Ilkin Önal, machte bei der Ansprache vor dem Spiel noch einmal klar, dass es sich um ein klassisches Vier-Punkte-Spiel handelt. Die Mannschaft konnte die Vorgaben erfolgreich umsetzen und ging schnell 2:0 in Führung, daraufhin konnten zwar auch die Belziger ihren ersten Treffer markieren. Die Falken ließen sich aber nicht beirren, in der 9. Minute ging man mit 6:1 in Führung, was den Belziger Trainer veranlasste eine frühe Auszeit zu nehmen. Belzig konnte in der Folge den Rückstand nur bedingt verkürzen, näher als bis auf drei Tore kamen sie nicht heran. In der 16. Minute gelang dem ersten A-Jugendlichen ein Treffer: Till Lehmann verwandelte einen Wurf von rechts außen sicher in den linken Torwinkel. Belzig stellte in der 20. Minute die Abwehr um, indem is einen Spieler mit einer Manndeckung aus dem Spiel nahmen. Diesen Platz wussten die Falken zu nutzen. David Helm tankte sich mehrmals stark im 1 gegen 1 durch und zeigte erneut eine sehr starke Leistung. Tim Kommnick spielte in dieser Phase seine Erfahrung aus, er erzielte leichte Tore aus dem Rückraum. Abschütteln ließen sich die Belziger jedoch nicht, in der 30. Minute verkürzten sie per Siebenmeter auf 18:15. Noch war der Halbzeitpfiff nicht ertönt, da erzielte Fabio Polese 9 Sekunden vor der Halbzeit auch sein Debüttor und es sollte nicht sein einziges Tor bleiben. So ging es mit 19:15 in die Halbzeit.

Die Devise für die zweite Halbzeit war klar: nicht nachlassen und gewinnen!
Das erste Tor der zweiten Hälfte erzielte der SSV in Person von „Oldie Keller“. (Kristjan Kalan alias Keller könnte altersmäßig auch ohne Teenagervaterschaft problemlos Vater einer der jungen Wilden sein, schließlich hat er über 20 Jahre mehr auf dem Buckel. Mit der Altershomogenität der Jugendmannschaften ist es also vorbei, was allerdings auch eine interessante Erfahrung ist).  😉
Zurück zum Spiel: Die Abwehr stand gut und Florian Schwarzbold zeigte erneut eine starke Leistung im Tor, nachdem er in der Vorwoche bereits die Wusterwitzer mit seinen Paraden teilweise in den Wahnsinn getrieben hatte. Im Angriff machten die Falkenseer da weiter, wo sie vor der Halbzeitpause aufgehört hatten. Jonas Paege wollte sich natürlich nicht lumpen lassen und traf erstmals in der 49. Minute zum 27:19. Danach gab es einen Doppelschlag von Philipp Jander, der seine neue Passion am Kreis gefunden hat. Er agierte in Abwehr und Angriff hellwach, kämpferisch stark und krönte seine Leistung mit vier Toren. In der 57. Minute konnte man nach dem zweiten Treffer von Jonas Paege erstmals mit 10 Toren in Führung gehen, dies konnte man aber nicht halten, denn die letzten drei Treffer der Partie gehörten allesamt Belzig.

Zum Abpfiff stand ein 34:26 auf der Anzeigetafel, ein Ergebnis, was souveräner war, als viele es vor der Partie erwartet hatten. Insgesamt war es eine stabile Mannschaftsleistung, bei der Coach Ilkin Önal all seine Spieler einsetzte.
Die Schiedsrichterleistung war makellos, trotz der großen sportlichen Bedeutung der Partie war es ein äußerst faires Spiel.
Der Einstand für die Debütanten hätte kaum besser laufen können, müsste man von den dreien noch einen hervorheben, dann wohl Fabio Polese.  Er erzielte vier Tore und zeigte damit vermutlich eine der stärksten Premieren eines A-Jugendlichen, die man in Falkensee je beobachten konnte. Die große Freude über den grandiosen Einstand der Jungs konnte man auch akustisch auf der Tribüne wahrnehmen. Zwei werden sich vermutlich besonders gefreut haben, Adam Fabinski und Konstantin Schütz. Die beiden Trainer betreuten die Jungs in den vergangenen Jahren und haben essentiellen Anteil an ihrer Entwicklung. In der Saison 2016/17 gewann Tino Schütz mit seinen Schützlingen die Brandenburgliga, in dieser Saison trat die A-Jugend dann sogar in der Oberliga-Ostsee-Spree an, spielte eine phänomenale Saison mit zahlreichen Highlights und belegte letztendlich einen hervorragenden 7. Tabellenplatz.

Mit dem Sieg gegen Belzig haben die Falken im Kalenderjahr 2018 all ihre Heimspiele gewonnen, dazu gesellten sich jedoch deutliche Auswärtsniederlagen, an dieser Auswärtsschwäche wird die Mannschaft arbeiten. Die Gelegenheit dazu bietet sich nach Ostern, denn dann reist die Mannschaft nach Neuruppin und nach Hennigsdorf, bevor am 5. Mai, 16 Uhr, das letzte Heimspiel der Saison ansteht.

Die Mannschaft bedankt sich für die tolle Stimmung in der Halle und wünscht allen Fans und Unterstützern erholsame und angenehme Ostertage.

 

Für den SSV spielten: Florian Schwarzbold (TW); Jan Nicolai (TW); David Helm (6); Jonas Paege (2); Philipp Jander (4), Martin Bunk; Tim Radloff; Fabio Polese (4); Till Lehmann (1); Kristjan Kalan (4); Julius Grätsch (1); Tim Kommnick (3); Maurice Gernig (9)
Sie wurden betreut von Ilkin Önal (Trainer) und Vivien Schulz (Physiotherapeutin).

 

Text: Maurice Gernig
Bild: H. Kohl

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